Ein Hoppala: Meditation fail. Was tun, wenn man auf die eigene Praxis vergisst?


Ach du. Mir is was passiert 🙈


Auf dem Foto hier (tatsÀchliche Meditationshaltung, aber ja, of course, vom Mann hintennach geknipst) sitz ich noch bei meiner Morgenmeditation, wÀhrend unserer Urlaubswoche in Marseille. Aber am besten fang ich von vorne an:


Seit mehr als 3 Jahren war ich in einer TÄGLICHEN Meditationspraxis. Die Techniken aus dem Kundalini Yoga haben mir die Welt des Meditierens eröffnet. (DarĂŒber hab ich schon öfter was gesagt und auch schon drĂŒber geschrieben.)


Im Kundalini Yoga gibt es unterschiedliche ZeitrĂ€ume, ĂŒber die du dich auf EINE fixe Technik festlegst und diese eben kontinuierlich (= ohne Unterbrechung) praktizierst.

Das beginnt bei 40 Tagen und geht bis zur Königsdisziplin:

eine Technik, tagtĂ€glich fĂŒr 1000 Tage hintereinander.


Meine Zahlen aus der tantrischen Numerologie meinten, dass eine einzige Sache fĂŒr 1000 Tage machen, etwas ist, das mich in meiner Persönlichkeit, aber vor allem auch als Seele, ordentlich weiter bringen wĂŒrde. Weil ich ja ein Mensch bin, der viele Interessen hat und vieles richtig toll findet. Und dann bin ich mal da und dann wieder dort mit meiner Aufmerksamkeit.

Demnach also, FOKUS etwas sehr Lehrreiches.

Vorgeschichte fast zu Ende.


Die Entscheidung zur 1000-Tage-Praxis kam dann vorletztes Jahr.

Eine recht einfache Technik, die mir auf vielen Ebenen gut weitergeholfen hat.


Ich war bei Tag 496.

Ich war in Marseille.

Mein System war eher im Strudeln mit vielen Ă€ußeren Faktoren, die im Innen ein neu Sortieren erforderten.

Wir haben sehr lange geschlafen.

Dann ging ich zum BĂ€cker. Pain au Chocolat!

Und dann gingen wir Baden und der Tag lief so vor sich hin und wir mit ihm.

Und abends, kurz vor Mitternacht - die Erkenntnis:


F...udge, Ich hab meine Meditation vergessen.



Von dort gab's 2 MÖGLICHKEITEN:


Voller Panik schnell aufspringen und schaun, ob ich die 12 Minuten doch noch vor Mitternacht unterbringe.

oder

Liegen bleiben.



Warum ich liegen geblieben bin und wie du eine Unterbrechung in deiner spirituellen Praxis handeln kannst - ganz ohne dich innerlich zu Zerfleischen 💛


Ich hab darĂŒber gelesen, dass eine 1000-Tage-Praxis tricky ist. NatĂŒrlich kenn ich auch schon die Phasen, wo ich dann einfach keinen Bock hab aufs Meditieren. Da muss man sich eben hintenrein treten. Liebevoll und bestimmt.

Es ist mir auch bekannt, dass das Unterbewusstsein manchmal was vorschiebt, wenn wir zu sehr in ein VerÀndern gehen (wollen).


FĂŒr jetzt aber hab ich sehr schnell entschieden, dass ich nicht in die Ursachenforschung gehe, warum ich denn nun aufs Meditieren vergessen habe.


Ich hab entschieden es einfach so anzunehmen.

Weil ich glaube, dass es einen guten Grund hat. Auch wenn ich ihn nicht kenne.


Ich werde auf eine 1000-Tage-Praxis zurĂŒck kommen.


Derweil aber bin ich innerlich am mich-Sammeln und neu Ausrichten.

Ich bin zu meiner allerersten (Atem-)Meditation zurĂŒck gekehrt und praktiziere diese. Im Minimalaufwand.

Ich weiß auch schon, welche Techniken als nĂ€chste fĂŒr mich anstehen. Weil sie mich genau da unterstĂŒtzen, wo ich innerlich ein bisschen mehr Schubkraft brauche.


Die meisten spirituellen Lehren schreiben DISZIPLIN sehr groß. Ich glaube aber, dass wir aufpassen dĂŒrfen, wie sehr wir hier in ein innerlich Druck Machen gehen.

Ich will mich selbst nicht streng belehren und tadeln.

ich will mir in allem was ich tue und was mir so an Hoppalas passiert, eher liebevoll begegnen.


Immerhin steht die Welt noch. Und ich mach einfach weiter. No biggie.


Alles Liebe,

Nina Rebekka

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