Ich war mal kurz im Kollaps.


Boah.


Das Atmen fiel schwer.

Der Druck war so groß.

Und der Boden kurz mal nicht da.

- Als ob das okay wäre, dass der eine Pause einlegt.


Innerer Schmerz, Überforderung, unendliche Trauer, Kollaps im System ...

passiert uns immer mal wieder.

Der wichtigste Schritt ist das Erkennen, dass es passiert.

Warum? Damit wir unsere Lebendigkeit nicht verlieren.


In einem Feld, in dem alles kompliziert zu sein scheint,

in einer Gesellschaft und in Strukturen, die so viel Trennendes und Reglementierendes haben,

hat unser System gelernt, sich anzupassen. - Ob wir das wollten und nun für gut befinden oder nicht.

Wirklich frei in ihrem so-Sein und Selbstausdruck, in ihrer "so halte ich mich in dieser Welt" sind die wenigsten "großen" Menschen.


Unsere Kinder sind uns manchmal zu viel, wenn sie laut und überschwänglich und sooo gut drauf sind, weil unser Nervensystem die Intensität nicht mehr aushält.


So wie ich das sehe, haben wir zwei Themen, an denen wir für ein richtig gut Sein gerade arbeiten können:

1. unser Nervensystem zu stärken und es nach und nach an INTENSIV wieder zu gewöhnen - also unsere Toleranzschwelle zu erhöhen

und

2. Einfachheit und Präsenz.


ERSTENS

Alles was dir hier hilft ist deines. Nutze diese Tools.

Ein paar Möglichkeiten:

Altstress aus dem System raus (alles Substantielle, das dein Blut reinigt; viel Wasser trinken, Pranayama - also Atemübungen)

Meditieren: bringt dich ins jetzt; du lernst deinen Verstand zu kontrollieren und zu lenken und bewusst einzusetzen.

Embodiment: bringt dich ins jetzt und in deinen Körper; du lernst dich selbst in deinen Einzelheiten und deiner Gesamtheit wahrzunehmen

kalt duschen: geht hier immer noch nicht. Aber Füße reichen schon! Also eiskaltes Wasser über die Füße. Am besten täglich und in der Früh. Oder zumindest mal das Gesicht kalt (kalt!) waschen.

...

(Möglichkeiten äußerst unvollständig aufgelistet. Geh was finden das hilft!

Von alleine wird es nicht besser. - Your daily disillusionment.)


ZWEITENS

Was kannst du alles weglassen?

Mach dir deinen Alltag einfacher.

Reduziere nicht nur Zeugs, sondern auch Handlungen und vor allem Sinneseindrücke, die dich runter ziehen und dir Energie kosten.

&

Übe dich im präsent Sein. Da Sein. (Meditation. Wenn du etwas tust, sei mit dem, was du gerade tust. Leg das Handy weg.)



Und dann ist immer alles gut?

Nein. Nicht immer.

Was machen wir, wenn es dann mal trotzdem nicht gut ist?

Wir holen uns Hilfe!


Das ist es, was ich gestern gemacht habe. Mein System war durch. Und ich hatte meine Mittel ausgespielt.

Wir sind hier nicht solo unterwegs. Ich wiederhol das nochmal: Wir sind hier nicht solo unterwegs!


Wenn wir mal nicht weiter wissen und können, dann gibt es andere um uns, die uns unter die Arme greifen können und wollen. Wenn wir sie lassen.

Oft braucht es dann auch von Außen gar nicht so viel. Ein Zuhören, ein drüber reden können, ein gesehen werden, ein bisschen Energie, die wieder ins Fließen gebracht wird.


Also.

Unterstütz' du dich, wo du kannst.

Und lass dich bitte auch unterstützen, wenn du mal nicht (mehr) kannst. Gern auch schon früher.

Du bist nicht allein.

Es ist an der Zeit, dass wir anders mit uns umgehen. Liebevoller.

Es ist höchste Zeit, dass wir ein anderes Miteinander beginnen. Bei uns, in uns, mit uns.


May there be love.

May there be light.



Alles Liebe.

Nina Rebekka

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