un-becoming



Wenn du bitte mal kurz gut in dich rein horchst, rein spürst, wahrnimmst: Wie geht es dir? Und zwar, wie geht es dir, so grundsätzlich?


Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal eine Antwort in Richtung "es geht mir echt besch...." oder "nicht gut" oder oder aus mir raus bekommen habe. Es geht mir situationsbedingt mal so. Auch kann es sein, dass ich einen Tag habe, der sehr mäßig gut verläuft (meine Bewertung). Aber immer ist da untendrunter diese "es geht mir gut"-Stimmung. Und ja, ich hab schon öfter drüber geschrieben.


Da ist so eine Begeisterung in mir für dieses grundsätzlich-gut-Gefühl. Ich wünsche mir das auch für dich und für jeden von uns. ABER, da gibt es noch einiges zu tun. Jede/r für sich und wir alle gemeinsam.


Vor ein paar Tagen hab ich beim Shreddern alter Steuerunterlagen (ja, nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist), ein Zitat gefunden. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich das gelesen habe oder gar wer die Verfasserin ist (oder das männliche Pendant), but here it goes:


"Maybe the journey isn't so much about becoming anything.

Maybe it's about un-becoming everything that isn't really you."


Und ja, ich glaube, darum geht's.

Raus mit all dem alten Sch... Gut aussortieren. Immer wieder hinterfragen. Was ist wirklich meines? Ist das wirklich, was ich denke, fühle, als richtig wahrnehme? Das was ich im Außen höre - das was sich manches Mal richtig gut festsetzt. Wie abhängig mache ich mich davon? Das ist Meinung X, aber wie resoniert die in mir?


Wir alle haben eine persönliche Geschichte. Jede'/r hat eine eigene Meinung. Und dann gibt es noch vieles mehr, das mit auf dem "Spielfeld" ist.

"Un-becoming" ist eine ordentliche Aufgabe. Es ist nichts für Schönwetter-Esoteriker und wirklich nichts für sture Bequem-Liebhaber. Und Hallo, ich LIEBE bequem. Ich liebe kuschelig und geborgen und sicher. Aber selbst ich erkenne, dass ich nicht wirklich erfüllend sicher bin, wenn ich nicht ich bin. Und zwar so richtig.


Diese Sache ist also eine unbequeme - weil wir uns selbst genau betrachten, weil wir Dinge sehn und lieben lernen müssen, die wir echt bescheuert finden. Weil wir für andere auch unbequem dadurch werden und dann vielleicht sogar, Göttin bewahre, nicht mehr wo reinpassen. Keine Kategorie, keine Schublade, kein Fach, dem wir zugeordnet werden können. Wahre Individualisten eben. Ohne den Anspruch an ein solches "cooles" Dasein. Einfach nur echt und pur und nicht mehr "passend gemacht".


Ich wünsche mir also uns allen ordentlich viel Mut, uns selbst zu folgen. Weil ich mir auch eine Gesellschaft wünsche, in der unterschiedlichste Meinungen da sein dürfen, ohne Zerfleischungen und Ausgrenzungen. Wenn jeder gut bei sich ist, um sich weiß, sich selbst annimmt und lebt wie sie / er eben ist ... jede'/r das Gefühl hat schlicht RICHTIG zu sein - dann besteht keine Notwendigkeit mehr für Uniformität und Anfeindung. Alle können sein und werden.


Und so bin ich auf meinem Weg und nehm dich ab und an ein Stückchen mit.

Es ist schön, dass es dich gibt.


Alles Liebe,

Nina Rebekka

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(c) Mag. Nina Rebekka Fürst

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