Touching on "Trauma"


"Das kommt jetzt vielleicht überraschend." sagte das Leben zum Nervensystem.


So in etwa kannst du Trauma definieren.

Es kommt jetzt vielleicht auch überraschend für dich, das hier zu lesen. - Ich erzähl dir's ...


Vor kurzem bin ich darüber gestolpert. "Trauma kann sich auch so zeigen ..." stand da. Und weiters stand da noch eine teils-Beschreibung meines Verhaltens.

Soooo bewusst war mir das auch wieder nicht. - Dass wir alle unsere Traumata mit uns rum schleppen. Dass wir Reaktionsmuster in uns tragen, um Verletzungen möglichst aus dem Weg zu gehen, ja, schon. Aber dass meine Unfähigkeit gewisse Dinge (von denen ich fix weiß, dass sie mir gut täten) in meinem Alltag kontinuierlich umzusetzen, auch von einer Traumatisierung stammen kann - nein, war mir nicht bewusst.


Ich will mich jetzt nicht drauf ausreden. (Da muss ich mich schon wieder vor meiner inneren Kritikerin rechtfertigen.) Ich will dir das auch sagen, damit du Bescheid weißt! Es ist quasi nicht deine Schuld. Nicht wirklich. Why? Ich sag dir's ...


Trauma ist, wenn du dich in einer Situation wiederfindest, in der, recht AKUT, so, SOOO viele Informationen auf dein Nervensystem einprasseln, dass es mit diesem Haufen an Info nicht mehr umgehen kann. Es ist zu viel. Overload. Crash. Reboot. Neue Strategien implementieren. Jedenfalls fix DORT nicht mehr "hingehen" (hinspüren).


Das alles passiert schnell. Es passiert, um dein Überleben zu sichern.


Und dann findest du dich im Alltag wieder. Irgendwas passiert. Irgendwer sagt was. Und BAM. Irgendwas wird angestupst in dir. Du verhältst dich eigenartig und irrational. Du beobachtest dich selbst dabei (Halleluja, wenn du DAS schon kannst!). Aber du kannst auch nicht umlenken.


"If you want to heal, you have to go slow."


sagt Ilan Stephani.

Die spricht über den Bildschirm zu mir. Im Online Kurs "Moving beyond Trauma". (Ich hab grad so viele Aha-Momente!)


Was ich bisher gelernt habe:

Traumabewusstsein ermöglicht mir einen anderen Zugang zu meinen Marotten. Ich kann mich liebevoller annehmen und bin nicht mehr ganz so harsch mit mir.

Wenn ich mich irgendwann über diese Marotten erheben mag, muss ich mir den Raum fürs heil Werden und gut Sein geben. In Babyschritten. Recht behutsam.

Ich will mit meinem heil Sein am gut Werden des großen Ganzen Teil haben. In allem, was ich mir bis hierher angeeignet habe, war es immer der heilsame Aspekt des jeweiligen Tools, der mich angezogen hat.


Und da wären wieder. Beim "gut Sein".

Dass wir alle irgendwo Verletzungen haben und dass wir trotzdem gut so sind.

Dass es an der Zeit ist, zu erkennen und zu verinnerlichen, dass wir nicht erst zur Erleuchtung finden müssen, um ein Leben in Leichtigkeit und Freude zu haben.

Dass "gut Sein" eine Angelegenheit von FÜHLEN und nicht von HABEN ist.


Einladung also für inzwischen: praktiziere das Gute zu fühlen.*


* (Anm.: Das ist das, wo es leichter und heller wird in dir. Wo du lächeln magst und dich Zufriedenheit durchströmt. Wo du Ruhe findest und ein JA im Innen.)


Alles Liebe,

Nina Rebekka


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