eigentlich ist alles gut

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Mama, kannst du mir die Hose zubinden? Ich hab jetzt viel zu arbeiten." Eigentlich ist alles gut.

Außer dass ich eine Schreibblockade habe und das Gefühl, der Welt da draußen, dir, nichts anbieten zu können. Wir nennen es am besten "eine Phase", in der ich hier stecke. Denn genau so eine ist es schließlich auch. Bis vor kurzem war alles daran sich auszubreiten. Jetzt muss das Körpersystem wieder integrieren. Und integrieren spürt sich manchmal echt bescheuert an.


Der Körper spannt (wortwörtlich. Muskeln spüren sich verkürzt an, ohne dass irgendetwas anders gewesen wäre) und ist empfindsamer, der EMotionalkörper beteiligt sich mit Schwere, Niedergeschlagenheit, traurigen Verstimmungen und manchmal ist da der Gedanke, dass sowieso alles keinen Sinn hat. Oder dass sich sowieso nix ändert - an den Stellen im System, in den Playern "da draußen", wo's wirklich gut und wichtig wäre.


Ich versuche mit ein Bild von allem zu machen, aber es gelingt mir heute nicht. Da sind so immens viele Bewegungen, so viele unterschiedliche Stimmungen, so viele Bestandteile. Wenn wir aber nur ein bisschen genauer hinschauen, können wir jetzt, vermutlich einfacher denn je, ganz viel über das Mensch-Sein lernen. Und über uns selbst als Individuum.

Wie zart, hart, offen und verletzlich, wie verhärmt, kalt, distanziert, unnahbar, liebenswürdig, aufopfernd, stark, ängstlich, wütend - wie viel, wie ALLES.


Ich hab mich drauf aufmerksam machen lassen, dass es für uns an der Zeit ist, aus unserem "in gut und böse kategorisieren" raus zu gehen. Das sagt die Numerologie für heuer. Das sagen auch andere Spirituelle mit mehr Einsicht.

Das liest sich aber auch immer so gut und nett. Ja, kein Problem. Mm, wahrscheinlich doch.


Aus unserem "Dualitätszeugs" raus zu gehen bedeutet auch:

Ich mach mich selbst nicht mehr fertig, wenn was nicht "optimal" nach meinen Vorstellungen und Standards läuft,.

Ich spiel keine Opfer-Täter-Retter-Spiele mehr.

Ich kategorisiere meine Empfindungen nicht mehr in gut und schlecht..

Ich ärgere mich über vieles nicht mehr (und damit ist gemeint, dass ich mich über nichts mehr ärgere).

Ich kann andere Meinungen sein lassen, ohne die meine in ihrer Wertigkeit beschnitten zu sehen.

Ich bin fähig Mitgefühl zu haben - mit mir, aber auch mit allen anderen Lebewesen. Auch mit denen unter uns, die hier nicht so das allgemeine Wohl der Weltbevölkerung im Sinn haben. Groooßer Brocken! Holla!


Also fangen wir doch lieber im kleinen an: Mitgefühl und ich.

Okay. Irgendwas ist dabei sich im Körpersystem zu integrieren. Okay.


Weitere Bestandsaufnahme: Garten, mittlerweile barfuß, Sonne, kaum Wind, Wassergeplätscher, beide Männer daheim, Hühnergegacker, was geschrieben. Eigentlich ist alles gut.


Alles Liebe,

Nina Rebekka

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(c) Mag. Nina Rebekka Fürst

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