Holding space - du für dich. Was das ist und wie das im Alltag geht. Inklusive 3 mini-Praktiken


An Tagen wie diesen ...

In einem Post andernorts, hab ich mich zum "Fühlen" geäußert. "Fühlen" oder wahrnehmen ist etwas, das ich erst wieder lernen musste. Weil ich's wollte.

Diese Fähigkeit war mir irgendwo auf meiner Wegstrecke abhanden gekommen. - Soll heißen, dass irgendwann in mir die Entscheidung fiel "nicht so viel fühlen ist irgendwie sicherer".


Dass ich diesen Zugang zu so einer akkuraten Selbstwahrnehmung wieder gefunden habe, ist etwas, auf das ich ziemlich stolz bin.

Was es aber mit sich brachte, war die Frage "Fudge. Wie gehe ich denn jetzt mit all dem, was ich so wahrnehme um?"


Holding space

Das Konzept ist eines, das ich in meiner Authentic Movement Praxis gelernt habe zu verkörpern.

Es bedeutet, dass du all dem, was in dir gerade präsent ist, die Erlaubnis gibst da zu sein. Du gibst allem Raum. Du gibst dir und deinem Sein Raum. - Ohne Einschränkung. Ohne Verurteilung, Bewertung oder "weghaben wollen". Ohne dass eine Handlung folgen muss. (Kann, wenn du zu dem Schluss kommst. Nicht muss!)


Im Altag angewandt

... bedeutet das, dass du dich innerlich ein bisschen aus deinem eigenen "Drama" raus nimmst (Und eigentlich ist es ja nie wirklich ein Drama. Es ist nur deshalb ein Drama, weil wir ihm eben diese Form geben.).

Es ist, als ob du einen Schritt zurück oder zur Seite machst. In irgendeiner Art und Weise schaffst du Raum zwischen dem, was ist und dem ganzen Tohuwabohu, das du aus "dem was ist" kreieren könntest. (Der Drama-Erschaffungs-Prozess!)


3 x Praktisches zum Ausprobieren


1. Nur wahrnehmen!

Es kann helfen, dass du dir innerlich sagst

"Ich fühle ..." oder "Aha. Heute fühlt es sich so und so in mir an."

Also möglichst neutrales, inneres Selbstgespräch, gell. Nicht Sch... Wieso ist das heute schon wieder blabla usw.


2. Atmen hilft.

Bewusst atmen. Tief-er atmen. Vielleicht ein paar mehr Atemzüge lang.

Bei manchen helfen 3. Andere brauchen 10. Und manches Mal tun mehrere Minuten gut. (Z.B. 3 min.)


3. Bewegen? Maybe.

Schütteln. Spazieren gehen. ... Oder auch nicht bewegen.

Ich "muss" mich ja ganz oft auf den Boden legen. Da lieg ich dann und mein Kopf wird langsamer und ruhiger.

Auch "bewegen" kann ein gutes Ventil für Druck sein. Wenn dich das selbstgemachte Drama zu sehr im Griff hat und du nur schwer in einen neutralen, rein wahrnehmenden und den Raum haltenden Zustand kommst.


So. Now you know. Mach's gut damit.


Alles Liebe,

Nina Rebekka

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